Tourbericht
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07.08.2011 - Kiel Laboe - Start
Wir sind nun Anfangs August gestartet.
Von Laboe ging es nach Cuxhaven. Von dort nach Norderney. Von Norderney sind wir nach Den Helder in den wunderschönen sandigen Niederlanden.
Hier die Kommentare...
09.08.2011 Abfahrt Cuxhaven
Jeeeah! Wir sind unterwegs!
Die langen Vorbereitungen sind vorbei, und das eigentliche Ziel beginnt.
Am Sonntag wollten wir eigentlich losfahren, das hervorragende Abschiedsmanöver von Guten Freunden und Familie hat sich jedoch etwas in die Länge gezogen. Ausserdem mussten wir noch Diesel bunkern, und Aldi besuchen- Schön wars da! Also sind wir in den frühen Morgenstunden vom 9.8. aufgebrochen (06:00 Uhr - von wegen Urlaub). Da wir beide, zum ersten Mal den Nord Ostsee Kanal gefahren sind, waren wir recht gespannt, "wass da wohl auf uns zu kommt?".
Nicht zurecht, wie sich herausstellte, denn die Schleusen waren leer, die Anweisungen was wir tun sollten, kammen via Funk und Lautsprecher (z.B. - wo wir bezahlen müssen), Lichtsignale wurden gemeinhin von allen anderen Seglern ignoriert, und der Rest dazwischen ging mehr oder weniger immer geradeaus, 90km mit 10 km/h.
Nachdem wir auch den Ausgang der Schleuse vom NOK hinter uns hatten, konnten wir zum ersten Mal dieses Jahres, die Nordsee erleben. Da wir ein wenig spät dran waren, durften wir nicht nur Strom vom hinten, sondern auch von vorn testen. Mit 2,5 Knoten sind wir dann noch um 20:00 in Cuxhaven angekommen. Mit ca. 5 Windstärken gegenan, hatten wir auch nicht Zeit zum ausgiebigen Segeln. Schade, aber trotzdem ein Super erster Tag mit 75 Seemeilen.
Jetzt sind wir in der Marina von Cuxhaven und haben überall krasse Tourenseegler (zumindest von derern Ausrüstungen und Fahnen nach zu Urteilen) um uns herum. Ein Weltenbummlerhafen scheinbar. Das Meer holt sich seit gestern das zurück, was es gegeben hat. Leider werden die regenfreien Phasen scheinbar immer kürzer als die anderen. Ausserdem ist starker Wind von Westen - also in der Richtung wo wir eigentlich etwa hinwollen.
An dieser Stelle wollten wir uns noch bei allen bedanken, die uns so intensiv bei den Vorbereitungen geholfen haben. Vielen Dank an euch - und bis nächstes Jahr, wenns den alles Passt - lg
der Sebastian und Tim
14.08.11 Norderney - Den Helder (NL)
Nun Sind wir von Norderney nach Den Helder gefahren. Die Fahrt war sehr angenehm und die NAcht war zwar feucht, aber nicht Nass und bei 4 Windstärken ist die Mamiti 6,5 Knoten gefahren (super Wert finden wir).
Wir befinden uns nun direkt im Marine Hafen und hatten Besuch von Melanie, Evangolos und Jana. Eigentlich wollten wir in der Nacht eine Marine Barkasse ausleihen und irgendwelchen Humbug treiben. Da jedoch nicht genug Bier im Spiel war, haben wir den Gedanken wieder verworfen.
Es ist nett hier und in der Marina, gibt es Internet für Lau - daher haben wir dann auch die Seite repariert (sorry für den Ausfall).
Jetzt haben wir klar Schiff gemacht und morgen - so weit das Wetter will, werden wir nach Enland aufbrechen. Die Tourplanung kommt erst heute Abend, daher wissen wir gerade noch nicht wohin.
Vielen Dank für die lieben Gästebucheintragungen. Es freut uns wirklich aus der Heimat zu hören.
19.08.2011 - Brighton
Puh! Unser erster 54 ++ Stundentrip liegt hinter uns. Von Wind gegenan (7Bft) bis wunderbaren achterlichen Wind mit Hecksee (ebenfalls 7-Bft) war alles dabei.
Wir sind in Den Helder aufgebrochen und haben uns von den Niederlanden und auch von Werner mit seinem Katamaran "Duo" verabschiedet. Wir wünschen euch
eine glückliche Zukunft, Werner - wie auch immer sie sein wird - Danke für deine Gastfreundschaft.
Unser Ziel war mindestens bis nach Dover zu kommen - was angesichts der 7 bft gegen an anfänglich gar nicht so einfach war. Die Nacht hat ein wenig
geschlaucht - man merkt, dass man zu zweit doch ganz schön beansprucht wird. Der blaugrüne Wellen-Wald bedankte sich jedoch am Morgen mit abflauenden
Winden und angenehmer Wellenhöhe.
Am späten Nachmittag flaute der Wind bis auf 4 bft ab und es war sehr angenehm von Emma - so wurde unser elektrischer Windpilot getauft, auf Peter
(unsere Windsteuerungsanlage) umzuschalten. Allerdings - hingegen unserer anfänglichen Tests - gestaltet sich das einstellen doch als weit aus
schwieriger als gedacht. Peter will einfach seinen eingestellten Kurs nicht halten - sodass wir wieder auf Emma umgestiegen sind - als der Wind stärker
wurde.
Mit 7 bft - diesmal allerdings von achtern ging es weiter - den ganzen Abend, die ganze Nacht und den ganzen darauffolgenden Tag. Ein recht
anspruchsvolles Gebiet legten wir also in der Nacht hinter uns. Die Verkehrstrennungsgebiete des Kanals, sowie die Hafeneinfahrt von Dover - wo
im Minutentakt Schnellfähren mit 20 Knoten herausfahren. Gott Sei Dank hatten wir den Strom und den Wind mit uns - sodass wir mit ca. 10 kn über Grund
fuhren. Dies erleichterte einiges.
Am Morgen entschlossen wir uns dann in Brighton einzulaufen - wo wir uns noch mit einigen Jachtausrüstungen eindecken wollen. Brighton ist die grösste
Marina Englands mit 1800 Liegeplätzen. Einfach überwältigend - eine Stadt im Hafen - wo man alles direkt vom Boot aus machen kann.
Also mal sehen was die Stadt so drauf hat. Weiter gehts am Samstag mit auslaufender Flut.
Uns geht es super! Vielen Dank, dass ihr alle mal einen Gedanken an uns vergeben habt.
lg Basti und Tim
22.08.2011 Cowes
Die Zeit in Brighton verging schnell. Nach einem Kurzen Besuch von Sona und Brendan aus London, die uns noch für einen kleinen Ausflug begleiteten, sind wir zur Isle of Wight aufgebrochen.
Wir hatten laue 2 Windstärken von achtern und konnten richtig entspannen. Allerdings haben wir auch nur 3 Knoten Fahrt gemacht. Jedoch mit der Tiede waren wir ca. 5 kn schnell. Die Fahrt dauerte den Nachmittag und die ganze Nacht. Im Solent (zwischen der Isle of Wight und Festland) war wieder ein Meer voller Lichter zu sehen - stellte uns jedoch nach Dover nicht mehr vor grosse navigatorische Herausvorderungen.
Im Morgengrauen kamen wir dann in Cowes an. Dem "Garlic Festival" und einer Regatta geschuldet, waren jedoch alle Marinas komplett überfüllt. Ein glücklicher Umstand wie sich herausstellte, denn statt der Marina suchten wir uns einen Ankerplatz unweit von Cowes: "Osborne Bay". Hier umgeben von einem kleinen Wäldchen mit Blick auf das "Osborne House" hatten wir einen äusserst chilligen Platz gefunden und 30 £ gespart.
Unser Anker hielt den 5 Windstärken und 2 Knoten Strömung ohne Probleme stand.
Als technischen Defekt müssen wir das Ankerbedienelement melden. Mit ihm kann man aus dem Ankerkasten heraus den Anker hoch und runterlassen. Als wir ihn das erste mal testen wollen, brachte er lediglich ein "Blub Blub" zu stande, denn in das Element war Wasser gelaufen. Dies haben wir jetzt einmal trocken gelegt. Hoffentlich spricht es noch mit uns.
Heute werden wir mit unserem Dinghi und unseren neu erstandenen 2 Takt Aussenborder nach Cowes City fahren und uns die Stadt ansehen, bevor es weitergeht.
Resüme: "Alles Super".
lg der Sebastian und der Tim
24.08.2011 Weymouth
Endlich richtiges England! Nach Cowes auf der Isle of Wight, sind wir die Nacht mit Peter (der nun immerhin teilweise funktionierenden Windsteuerungsanlage) nach Portland gesegelt. Genau diese Hafenstädtchen haben wir gesucht. Die Häfen liegen direkt inmitten des alten Stadkerns. Pubs in Fallreichweite. Auch das Wetter war auf dem Weg hierhin endlich englisch: Nieselregen - mittelmässige Sicht.
Nach einer Nachtankunft in Portland Harbour sind wir am Morgen in das beschauliche Weymouth gefahren. Heute wollen wir einmal die Pubscene testen.
Segeln auf dem Lande :-) Cu
27.08.2011 Weymouth - Plymouth
Wir Sind wieder ein Stück weiter gekommen. Nicht nur geografisch, sondern auch materialmässig. Wir sind in Plymouth gelandet. Hier haben wir einige Pubs und Stadtbesichtigungen hinter uns gebracht, und eine weitere Ausrüstungsschlacht für uns entschieden.
Wir haben unseren heiss geliebten Aussenborder eingetauscht in einen anderen, der besser auf unseren Schlauboot passt und weitere zahlreiche Anpassungen am Boot vorgenommen. Der Motor bedarf noch einer Namenstaufe - falls Ihr Vorschläge habt, nehmen wir die gerne an.
Nur vielleicht, um einen Eindruck zu bekommen, hier einmal die gröbsten Anpassungen an der Mamiti:
1. Ankerkasten - Schrauben ausgebrochen - ersetzt und Befestigung optimiert.
2. Verklicker ersetzt - da abgefallen (zersegelt) (dabei wurde das Bild von oben gemacht)
3. Kompassbeleuchtung gewechselt
4. Ankerbedienelement trockengelegt und abgedichtet
5. Montage der Löschdecke
6. Befestigungsmöglichkeit für verderbliche Lebensmittel montiert (Netze)
7. Man-over-Board Boje Montiert
8. Beschlag Aussenborder montiert
9. Windsteuerungsanlage Umlenkpunkte montiert
10. Aussenlautsprecher Funkgerät ersetzt
11. Montage des Sturmglases
12. Bücherablage Krängungssicher gemacht
13. USB Radio eingesetzt/getauscht
Irgendwie findet sich immer etwas das man machen kann. Es wird wohl so weiter gehen bis wir wieder zurück sind. Jedenfalls haben wir vermutlich alles Werkzeug das wir mitgenommen haben schon genutzt.
Nun überlegen wir ob wir von Enland die Biskaya bezwingen sollen, oder ob wir erst nach Frankreich übersetzten und von dort aus starten. Wir merken, wie sich das Wetter dem endenden Sommer anpasst. Man merkt wie es langsam kälter wird. So oder so, nun wollen wir erstmal nach Falmouth und von dort schauen wir weiter.
Sonst alles gut! Vielen Danke für die lieben Gästebucheintragungen!
lg der Sebastian und der Tim
P.S.:
Demnächst geplante Ausrüstung:
- Automatisches Bootreinigungssystem
- Spülmaschine
04.09.2011 Falmouth - La Coruńa
Finally – arrived in Falmouth. Hier haben wir zwei wunderschöne Tage vor einer Mooring verbracht. Die Stadt , die Pubs und die Landschaft, sind so, wie man sich Cornwall vorstellt. Da wir von der Mooring mit dem Dinghy an Land mussten, hatte Sebastian auch Gelegenheit, die Kentersicherheit unseres Beibootes zu testen – die, wie sich herausstellte so gut wie nicht vorhanden ist. Von da an hiess unser Dinghy übrigens: „Mr. Black“.
Eigentlich hätten wir uns in Falmouth mehr Zeit lassen können/sollen, da sich hier ein wahres Seglermekka befindet. Aber da wir sehr günstige Winde hatten, wollten wir unbedingt die Biskaya hinter uns bringen. Das war auch recht erfolgreich, denn bereits in den ersten 24 h haben wir ca. 140 sm geschafft. Mit achterlichen Winden und Welle sind wir zwischen 7 und 8 Knoten gefahren. Die Mamiti lag sicher auf Kurs bei dieser für uns irren Geschwindigkeit.
Der erste Tag war also mit reichlich achterlichen Winden bestückt, der zweite und dritte dann mit einer absoluten Flaute bzw. mit 2-3 Windstärken zeitweise. Insgesamt sind wir auf der ca. 450 sm langen Tour ca. 15 h motort um etwas voran zu kommen. Am letzten Tag/Nacht hatten wir dann nochmal einen ermüdenden Am-Wind-Kurs mit 7 Bft und kräftiger Welle. Erst als die Sonne aufging und das Land in Sicht kam, lies sich auch die Sonne einmal Blicken und der Wind schwächte ab und drehte auf achterlichen Wind.
Auf der Biskaya haben wir uns, auch in Ermangelung anderer Abwechslungen, ausgiebig mit der Fauna und Flora des Meeres beschäftigt. Die Highlights waren Delfine, Pilotwale und ein obskures mini Ökosystem mit Tentakelmuscheln darauf (siehe Foto). Diese „Wesen“ hatten sich auf einer alten fischernetzboje angesiedelt und schwammen daher an der Wasseroberfläche. Nach einem „Boje-über-Bord“ Manöver konnten wir es näher betrachten. Ein System wie das der Besiedelung der Erde in klein. Ein eindrücklicher Gedanke (findet der Autor), denn wenn das kleine Ökosystem weiter so gut gedeiht wird es zu schwer und wird mit der Boje untergehen und auf den 3000 m entfernten Meeresboden sinken.
Nachdem wir am „Torre de Herculés“ vorbei waren, dem ältesten noch funktionsfähigem Leuchtturm auf Erden, den nebenbei bemerkt, die Spanier den Römern zu verdanken haben, kamen unsere Segel runter und wir sind in die Marina eingelaufen. Dann gabs nur noch Pils und Schlaf.
Jetzt werden wir uns erst mal richtig Zeit lassen und ein wenig Chillen. Am 10.09. kommt Anne an Bord. Solange werden wir uns in La Coruna, Umgebung oder weiter suedlich an der spanischen Atlantikkueste herumtreiben.
Bis später…
P.S. von Sebastian:
Dank des spontanen Badeausfluges habe ich mein Telefon mitsamt Adressbuch als Verlust zu melden.
Ueber eine kurze SMS mit Name, Adresse und Telefonnummer meiner Bekannten wuerde ich mich freuen.
PP.S. Die Nummer des Satelitentelefones habe ich korrigiert - es fehlte eine "0" - jetzt sind alle Nummern korrekt.
11.09.2011 La Coruna
Kaum zu glauben aber wahr, wir sind immer noch in La Coruna.
Wir können es kaum erwarten hier wegzukommen, aber bisher ging es einfach noch nicht. Die ersten Tage haben wir uns mit einigen Reparaturen beschäftigt. Dann fiel auf, dass sich zwei Seeventile (die vom Selbstlenzenden Cockpit) nicht schliessen liessen. Das hiess dann ab in die Werft, Kranen und auf dem Trockendock 2 Tage zu verharren. Das war nicht nur sehr teuer, sondern auch total öde, denn die Werft, bei der wir waren, war nicht gerade in einer sehr schönen Umgebung gelegen. So dass wir dort abends auch noch festhingen. Da wir noch einige andere Dinge an der Mamiti zu "flicken" hatten, nutzten wir die Zeit sinnvoll und konnten so gut wie alle unsere offenen Punkte von der Liste streichen.
Wir haben nun die Rettungsinsel auf dem Vorschiff montiert, dort soll sie sicherer stehen, wenn die Mamiti einmal durchkentern o.ä. würde. Wir haben einen Block für die Selbststeuerung montiert (Bilder im neuen Menüpunkt: "Umrüstungen" - ein sehr schmerzhafter Schritt, da man Löcher ins Boot machen muss. Ein notwendiger Schritt jedoch, da sich alles andere nicht bewährt hat. Dann haben wir einen neuen Aussenlautsprecher, eine Aussensteckdose und so weiter verbaut.
Ich habe die einzelnen Schritte sehr schön fotografisch festgehalten, jedoch ist meine Kamera dann auch noch von Klabautermännern gestohlen worden. Jedenfalls war sie auf einmal weg! Ich habe mir mittlerweile eine neue geholt und kann wieder loslegen, aber die Fotos sind natürlich weg.
Weiterhin haben wir in La Coruna Tom kennengelernt - super Typ, gerade am Anfang einer sehr langen Reise. Danke für die Gute Zeit Tom und ich bin sicher wir sehen uns auf dem Weg zu den Cap Verden nocheinmal.
Und gestern ist unser drittes Crewmitglied - die Anne zu uns gestossen. Nach der Fertigstellung des Bootes konnten wir echt gemütlich abfeiern und Ihr einen gebührenden Empfang bereiten. Wir sind durch die Strassen gezogen, haben Tapas, Schinken, Rotwein und Cervisia konsumiert und haben es uns nochmal so richtig gut gehen lassen.
Jetzt ist es soweit, heute oder morgen werden wir losfahren und endlich einen neuen Ort Besuchen, wo auch immer der sein wird, denn bei Südwestlichen Winden, können wir nur sehr schlecht um das Cap Finisterre herumfahren. Also mal sehen wohin es geht.
- Anne willkommen an Bord -
17.09.2011 Baiona
Wir haben das Cap Finisterre hinter uns gebracht, haben in Corme und Muros zwischengestoppt und sind nun in Baiona gelandet.
Corme
Corme ist direkt vor dem Cap Finisterre (Finisterre: "Ende der Erde")- Die Gegend wird "Costa de la Muerte" genannt. Diese martialisch klingenden Küstengebiete sollen
wahrscheinlich einen gewissen Schauder bei Passanten auslösen. Ob es jetzt die Namen sind oder die Umgebung selbst können wir nicht sagen, aber die Küste ist wirklich
beeindruckend. Wind und Wellen können sich je nach Windrichtung über den ganzen Atlantik ungebremst aufbauen und klatschen mit entsprechend Schwung gegen die zerklüftete Küste.
In Corme sind wir nachts eingelaufen. Hier merkten wir, dass wir die Navigation hinsichtlich dieser Küstenkulisse auch zukünftig recht genau nehmen sollten. Denn kleine lustige
Untiefen auf den Seekarten entwickeln sich zu meterhohen zerstörerischen Brechern. Beim Einlaufen konnten wir im Vollmondschein, welcher immer wieder durch Wolkenzüge
unterbrochen wurde, in ungefähr einer Seemeile Entfernung die Brecher einer Untiefe sehen und hören. Mit den Wellen ist nicht gut Kirschen essen. Wir sind dann gegen 23:00 in
Corme eingelaufen. Ein sehr kleines Dörfchen indem es für uns nur sehr wenig Platz zum Ankern gab. Wir konnten nur wenig Ankerkette stecken und der Anker riss sich nachts 2 Mal
los. Das liess einen nicht wirklich gut schlafen. Wir sind jede Stunde aufgestanden um die Umgebung zu checken. Am nächsten Tag ging es mit ein wenig Übermüdung weiter.
Muros
Muros liegt hinter dem Cap. Das Vorbeifahren konnten wir mit achterlichen Winden, ca. 7 Bft, hinter uns bringen (also schön angenehm und schnell). In Muros wollten wir nicht
schon wieder bei Nacht anlaufen. Das Einlaufen in die Bucht schafften wir noch bei Tageslicht. Die Einfahrt jedoch verzögerte sich, da wir bedingt durch die 400 m Hohe Steilküste
recht krasse Fallwinde gegenan hatten (oder auch Leeverwirbelungen - wer weiss das schon), die bis zu 40 Knoten schnell waren. Bei entsprechender Welle (kurz und Kabbelig)
segelten wir also mit ca. 2 Knötchen 2 Stunden lang gegenan und kamen dann endlich im wunderbaren Muros an. Bei dem Ankerplatz hatten wir bis zu 24 Knoten wind, was einen auch
nicht so recht ruhig schlafen liess. Doch der Anker hielt. Auch hier waren wir jede Stunde einmal auf um nachzusehen ob alles gut ist. Hier blieben wir einen Tag zu Erholung vor
Anker und wollten dann durch die Nacht nach Baiona
Baiona
Nun sind wir in Baiona angekommen und haben eine hervorragende Knock-Out Pier Role eines unserer nicht genannt werden wollenden Crewmitglieder zu melden. Ein weiteres, nicht
genannt werden wollendes Mitglied war jedoch auch nicht besser, als es mit dem Roller beim Brötchen kaufen gegen einen Laternenpfahl krachte. Weisheit fürs Leben: Köpfe sind
stabiler als man glaubt und bremsen super. Baiona ist eine wirklich nette alte Stadt, mit einer Replika eines Columbusschiffes im Hafen. Christopher ist hier auf dem Rückweg von
seinem Kartoffelausflug zuerst eingelaufen. Wir versuchten seine Spur in der Innenstadt aufzunehmen und mussten, um mehr über ihn zu erfahren, uns durch die halbe
Kneipenlandschaft trinken. Was tut man nicht alles für Kultur.
Hier und in anderen Häfen, entdecken immer mehr Langzeitsegler. Mit der Reisezeit von einem Jahr sind wir scheinbar erst am unteren Limit angekommen. Viele haben weder konkretes
Ziel, noch konkrete Zeitumstände. Hier kann man in Fallreichweite sehr lustige und inspirierende Gespräche mit gleichgesinnten führen - egal welcher Nation. Am Häufigsten
vertreten sind Engländer, Schweden, und Deutsche. Bisher zumindest. Darunter war auch Merle (www.merle-ibach.de), die bei Bill und Mike auf einer 38 Fuss Westerly per Anhalter
mitgefahren ist. Sie wollte eigentlich mit ihrem Boot weiterfahren, welches jedoch irgendwie für die Biskaya zu klein schien. Sie ist dann bei Bill und Mike mitgefahren, und alle
zusammen haben wir sie hier in Baiona bei Schinken und Bier kennengelernt. Ihr Schiff ist jetzt noch in Brest. War nett dich kennenzulernen und ich hoffe du bist bei der
Wilkommensparty dabei. P.S.: sehr lustige Page!
Jetzt sind wir kurz vor dem Absprung. Wir wollen weiter Richtung Lissabon, aber überlegen noch ob wir einen Zwischenstop einlegen. Sicherheitshalber haben wir ordentlich
eingekauft und haben uns mit ca. 20 1,5 L Flaschen Wasser eingedeckt, haben noch Schinken übrig, und kochten ein Chili vor. Leider ist das Chili jetzt fast weg, da es echt lecker
war, und das Wasser ist kein Wasser sondern Citronenlimonade mit Süssmittel. Bin gespannt wie da die Nudeln schmecken werden.
So jetzt mal klar Schiff machen und Nickerchen.
Danke für die lieben Grüsse und bis baldigst.
Anne, Sebastian und Tim
20.09.2011 Lissabon
In Lissabon sind Waschmaschienen eine Seltenheit.
Wir sind nach einem ziemlich flotten 2 Tagestörn nach Lissabon eingelaufen. Ich, der Tim mit Grippe krank in der Koje hab endlich das heiss ersehnte Post-Work-Desease hinter mir gelassen. Anne und Sebastian waren quasi zu zweit allein. Danke, dass ich schlafen durfte und konnte! Einziger Wehrmutstropfen, Emma hat die rechte starke Hecksee nicht überstanden. Ein Raymarine 4000 MK II elektro Autopilot hat nämlich einen Antriebsrieben, der reissen kann.
Also gab es in Lissabon wieder eine "kleine" Bootsshoppingtour, denn neben dem Antriebsriemen, mussten wir auch noch die restlichen fehlenden Ausrüstungsgegenstände besorgen. Gutes Material ist immer schwieriger zu bekommen, daher wollten wir wenn es geht, alle Punkte von unserer Liste streichen können. Im nachhinein waren wir erfolgreich und wir mussten in die Sucherei nur 1,5 Tage investieren. Mit dem Taxi haben wir den neuen Antriebsriemen besorgt, und ein Ausrüster war 1h Fussweg am Fluss entlang zu erreichen.
Was sich weit aus schwieriger gestaltete, war hingegen Wäsche zu waschen. Normalerweise haben wir dass immmer selber, in der Marina gemacht. In der "Doca de Alcantara" jedoch gibt es keine Waschmaschienen. Daher wollten wir unsere Wäsche "einfach" waschen lassen. Das bedeutet, dass wir mit einem Wäschesack ca. 5 h durch Lissabon gelaufen sind. Das Angebot der Stunde waren 45 Euro. Dafür mit Bügeln und zusammenlegen, wo wir, wie man sich vorstellen kann, gesteigerten Wert drauf legen.
Das noch fehlende Sonnendach war einfacher als gedacht zu besorgen. Bevor wir das Festland verlassen, wollten wir uns unbedingt noch eins zulegen, da man sie in der Karibik und wahrscheinlich schon auf den Canaren sehr gut gebrauchen kann. Sonst findet man einfach zu wenig Sonnenschutz, wenn man sich vor Anker etc. befindet. Schon der 2. Ausrüster, konnte uns in 2 Tagen nach dem Ausmessen eine anfertigen und liefern.
Nach den Einkäufen haben wir erstmal richtiges Wasser besorgt und das alte feierlich entsorgt. Schade, aber es war einfach nicht trinkbar. Jetzt sind wir klar für Madeira startklar und werden nochmal das Nachtleben, die Livemusik und das portugiesische Essen genauer erkunden bevor es losgeht.
viele Grüsse
Mamitis
Hier die Ausschnitte aus unserem Logbuch vom Törn Lissabon nach Madeira- Porto Santo.
25.09.2011 Lissabon Abfahrt
Nach dem Tanken gehts los. Da die Seetankstelle direkt mit einer Autobahntankstelle gekoppelt ist, gibt's ausnahmsweise mal Eis zum Ablegen. Ein besonderer Luxus, den wir auf dem Weg von Lissabon nach Madeira nicht mehr haben werden. Die Segel werden gesetzt, ein Volvo Oceanreacer aus den Open 70s begleitet uns beim Auslaufen, ist aber leider auch schnell wieder weg. Tag eins beginnt und endet mit der ersten Nacht auf See.
26.09.2011 2. Tag
Die Nacht war ruhig. Die Schichten hatten um 21:00 Uhr angefangen und jeder war einmal alle 3 Stunden an der Reihe. Das heisst für uns jeweils 6 h Schlaf am Stück. Das ist echt ok, bei dieser ruhigen Wetterlage. Heute wird der Spinnaker gesetzt. Schon nach dem 4. Aufziehen liefs (ähem). Der Tag geht schnell vorrüber.
27.09.2011 3. Tag
In der Koje hört man den Atlantik mit Millionen von Bläschen an einem vorrüberziehen. Ich habe die 6 bis 9 Uhr Schicht und damit den besonderen Genuss des Sonnenaufgangs. Rundum nur Meer. Nach dem Frühstück ist Schwimmen auf dem Programm. Wir schmeissen die Segel runter und gehen eine halbe Stunde Schwimmen. Rundum 200 sm kein Land, unter einem 3000 m Wasser. Ein unheimliches Gefühl mit der Taucherbrille in die Tiefe zu schauen, während die Logge vom Bewuchs des letzten Hafens freigemacht wird. Der Tag soll nur so weiter gehen. Spinnaker setzen jetzt schon beim 2. Versuch - (jeah).
28.09.2011 4. Tag
Nachts zeitweise kein Wind. Dadurch Motoren wir gelegentlich. Als kleinen Trost, gibts Sterne satt und unendlich viele Möglichkeiten sich alles zu wünschen. Meine Wache ist um. Ich gehe jetzt schlafen.
29.09.2011 5. Tag
Einen Tag Flaute. Schwimmen auf Position: 35°45N, 013°33W - mit Neil Young. Einfach mal entspannen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 0,3 kn/h halten, Skat spielen und Chillen. Der Tag war unser. Zum Abschluss Delfine und Obstsalat mit Skatrevange.
30.09.2011 6. Tag
Endlich Wind. Fahren mit angenehmen 5 Knoten die letzten 100 sm. Wir verbraten das letzte frische Gemüse und hätten, wenn nicht durch einen Amateurfehler meinersets vereitelt, eine fette Makrele zum Essen dazu haben können. Heute gar keine Delfine. Komisch. Die Nacht ist feucht und warm - zeit für Hörbücher, die langsam zur Neige gehen und von mir alle bereits gehört wurden. Wir sichten am Abend Porto Santo, es ist auf einmal da und liess sich anfänglich vom Kontrast her nicht vom trüben Horizont unterscheiden. Nachts werden wir da sein, da wir noch gegen den Wind durchkreuzen müssen.
01.10.2011 7. Tag - Ankunft Porto Santo
Wir sind um 04:00 angekommen und ankern vor dem Sandstrand, da die Einfahrt in die kleine MArina bei Nacht nicht gestattet ist. An Schlafen ist vor Anker nicht zu denken, da die Tiefseewellen und die Brandung uns kräftig durchschaukeln. Es ist viel Wind und unendlich warm. Um 09:00 geht's in den Hafen. Anleger Bier und kleine Siesta bringen uns wieder nach vorn. Am Abend gibt es ein Belohnungsessen mit allem was Porto Santo aus dem Meer und Land zu bieten hat. Danach up in the Pub und Pilse her (Disco for everybody - 5-80J.). Wir sind angekommen.
P.S. Heute haben wir noch Sven kennengelernt.
Hier seine Webpage:
http://www.yrvind.com
Wir reisen dahingehend so was von luxeriös!!!
Sehr netter Mensch. Viel Glück auf weiteren Reisen.
06.10.2011 Madeira
Wir sind nach einem einem weiteren Strandtag auf Porto Santo nach Madeira aufgebrochen. Die Insel liegt lediglich in etwa 30 sm Entfernung. Da wir noch einen schönen Ankertag haben wollten, sind wir schon gegen 03:00 Uhr losgefahren. Angenehme 15 Knoten Halbwind trugen uns Rap Zap nach Madeira. Dort haben wir uns in die Ankerbucht begeben und ein wenig geschnorchelt. Es gab zusätzlich Pizza und kaltes Bier.
Eigentlich wollten wir auch Tauchen gehen,aber leider fehlt uns beim DIN Gewinde der Tauchflasche ein Einsatz. Ausserdem ist nun die Wasserpumpe für das Trinkwasser defekt und die Aussenmanschette des Saildrives hat sich gelöst. Also alles nur kleine Probleme. Mitlerweile alles Routine. Langsam denken wir jedoch darüber nach weniger Technik an Bord zu nehmen - aber das lässt sich auch nicht mal eben Umsetzten (z.B. Zitat Sven --http://www.yrvind.com-- : " I don`t believe in Diesels").
In Madeira sind wir im Südosten der Insel gelandet. In der Marina "Quinta do Lorde". Es ist ein kleines idyllisches Häfchen in the middle of nowhere. Dennoch gibt es hier eine ganz gute Infrastruktur. Daher haben wir uns einen Leihwagen für einen Tag kommen lassen. Mit dem sind wir nach Funchal und auf den höchsten Berg Madeiras gefahren. Ja, ja wir wissens: nicht gelaufen, sondern gefahren. Die Insel ist recht gross und in manchen Gebieten stark bewaldet mit Tujas, Eukalyptus und Kiefern (u.a.). Auf dem höchsten Punkt (1860m) ist es angenehm kühl und man hat zwar scheinbar häufiger diesiges Wetter, aber eine sehr schöne Aussicht über die Insel. Sie ist geologisch und von Ihrer Fauna her sehr abwechslungsreich und bietet echt viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Das erste Mal vermisse ich richtig meinen Gleitschirm.
Heute morgen haben wir uns von Anne verabschiedet. Sie war eine super Begleitung und wir freuen uns schon, wenn sie im April wieder an Bord kommt. Heute abend wollen wir aufbrechen. Wir haben eine Genehmigung beantragt um auf die Inselgruppe der Selvagens Islands, 150 Seemeilen südlich von Madeira, anlegen zu können. Es ist ein Naturreservat auf halber Strecke zu den Canaren und soll sich betauchen lassen.
Viele Grüsse und das nächste mal vermutlich von den Canaren...
Sebastian und Tim
09.10.2011 Madeira
Puh, wir sind immer noch in Madeira. Als wir losfahren wollten, haben wir bemerkt, dass unser Trinkwasser Reservetank noch nicht die notwendigen Anschlüsse mitbringt und daher unser Trinkwasserproblem erst mal gelöst werden muss. Wir hofften das Problem liess sich mit Reinigung der Filter und Austausch der Wasserpumpe beheben. Nachher stellte sich leider heraus, das kostete uns dann nochmal einen Tag Shoppingtour, das ein Kabelbruch das Problem war.
Egal, dafür haben wir uns die Insel genauer angeschaut und ein super Fest mit Fleischspiessen und Bier mitgenommen. Es schien ein Religiöser Anlass zu sein, aber das stand für uns nicht so im Vordergrund. Das Fleisch, aber war super!!!
Jetzt hält uns nichts mehr - auf zu den Kanaren! (vielleicht).
Lg Sebastian und Tim
09.10.2011 P.S. Sven (http://www.yrvind.com)
We just wanted to mention, that we wish Sven for his coming Atlantic Tour all the best. I hope you are able to leave Porto Santo soon. To be honest, we thought you would have been gone already. We think a lot of your words, especially as they were coming from you :-). Thanks for the advise and good healing!
Take Care
Sebastian & Tim
09.10.2011 Madeira, Marina Quinta do Lordes
Also, tatsächlich sind wir losgekommen am besagten Tag. Anker auf, Segel rauf und mit der Dämmerung ab nach Selvagem Grande. Am Abend eine kurze Überlegung Ilha Deserta Grande anzulaufen (gerade Backbord querab) um die dort beheimataten "Monkey Seals" zu begutachten. Gedanke verworfen, Seehunde gibt ja auch in der Nordsee.
10.10.2011 Atlantik - Ilhas Selvagen Grande
In der Nacht entgegen der Wettervorhersage auffrischender Wind und wir rauschen mit 6-7 Knoten durchs blaue Wasser. Eigentlich gar nicht optimal, da wir ausgerechnet hatten langsamer zu fahren und die Küste der Insel bei Tageslicht anlaufen zu können. Das existierende Kartenmaterial ist nicht wirklich genau, da sollte man zumindest sehen wo man fährt.
Nach einer ruhigen Nacht, einem leckeren Frühstück ("FittnesBrot" aus Spanien made in Germany) und einem Schläfchen gibts schweizer Spezialitäten : Älplermakkaroni a la Tim.... . und dann noch ein kleines Schläfchen, dass aber von uns unverschuldet war und allein aufs Essen geschoben werden muss.
Anschliessend stellen wir fest, dass die Batterien nur noch halbvoll sind. Da hat uns wohl in der letzten Marina jemand einen Streich gespielt und uns vorzeitig vom Landstrm getrennt. Also schnell die letzten kalten Biere getrunken und Kühlschrank aus.
Beim Einbruch der Dunkelheit errechnen wir, dass wir auf jeden Fall nachts ankommen werden und ändern unseren Wunschankerplatz in einen bei Nacht etwas sicherer anzulaufenden. Wir laufen die Küste mit 1-2 Knoten an und erreichen den Ankerplatz um 1 Uhr morgens. Sobald wir im Vollmondschein 20 m Wassertiefe messen werfen wir den Anker und befinden uns kurz darauf mit stehender Peilung ca 300 Meter von der schroffen und mit weissen Schaumkronen bedeckten Küste enfernt. Die Inselgruppe ist unbewohnt, abgesehen von zwei Offiziellen, soll sich zum Schnorcheln gut eignen und hat keinen Hafen, sondern nur einige mehr oder weniger geeignete Ankerplätze.
Bei Tagesanbruch fix einen "Gutelaune"-Morgen Kaffe getrunekn und nix wie hin zu unserer vermeintlichen Traumbucht. Dort wollen wir uns vom ansässigem Vogelschutzbeauftragten, die Insel und seine Vogelarten zeigen lassen. Ein wenig naturkundliche Weiterbildung hat ja noch keinem geschadet. Leider ist der einzige Ankerplatz schon belegt und andere Segler lauschen den Ausführungen des "Bird-Rangers". Schnorcheln schien uns aber auch nicht so geeignet, da der Wellengang doch recht stark war und nicht nur das Schnorcheln unangenehm wird, sondern auch das Vertrauen in die Haltekraft des Ankers recht ausgeprägt sein sollte. Da beides nicht optimal war, sind wir nach einem schaukeligen Frühstück weitergefahren. Kurs Kanaren.
Aber welche Insel ist anzulaufen? Nur noch 3 Wochen bis wir die Inselgruppe Richtung Kapverden verlassen müssen. Entgegen der Tradition und der vorgesehen Windrichtung werden wir versuchen das Archipel von West- nach Ost zu besegeln. Erster Landfall wird daher La Palma sein.
Ausrüstungstechnisch sind seit Madeira unsere Angelsachen komplett, ... dachten wir zumindst. Dank der Forschungswillens eines Crewmitglieds, der gantz im Flow mal eben schauen wollte ob denn was beisst, ist diese nun um einen Köder samt Leine & Zubehör dezimiert worden. Endlich wieder Angelläden suchen!!!
11.10.2011 La Palma, Santa Cruz
La Palma in Sicht. Durch den Dunst der Insel sehen wir sie erst ca. 8 sm vorher. Normalerweise kann man ohne weiteres 30 sm sehen (also ca. 60 km - mehr geht nicht wegen Erdkrümmung und anderen Faktoren und so). Hier muss man fast aufpassen, dass wir nicht gegenbrezeln.
Unser Topaktuelles Hafendhandbuch von Imray ist leider von 2004 und und kündigt den neuen Hafen leider gerade erst an. Wir verlassen uns auf die Ansteuerung auf visueller Grundlage. Das Gelingt super und die Marina ist geräumig und ganz neu. Uns wird ein Liegeplatz direkt von Land zugewiesen und schon wenig später Ploppt unser Anleger auf.
Der Abend verläuft ruhig und wir essen in der Marina nur ein Stück Pizza und hauen uns in die Koje.
12.10.2011 Santa Cruz
Wir machen eine Shoppingtour und gehen neue Unterwäsche und Strandspielzeug einkaufen. Wir sind sehr erfolgreich und entdecken eine wirklich nette Insel nebenbei. Die Innenstadt ist wirklich sehenswert und nicht wirklich überlaufen.
18.10.2011 La Palma
So, die Insel haben wir noch ein wenig erkundet - Über- und Unterwasser.
Nach der Autotour haben wir uns einer Bustour angeschlossen.Die Tour haben wir zusammen mit Barbara und Ken, die aus den USA hierhergesegelt sind, gemacht. Sehr spassige Leute -
(Happy Touring guys!!! Wish the Money will last long to sail).
Natürlich haben wir den letzten Bus verpasst und mussten unendliche Stunden in einer einsamen Kneipe verbringen. Schliesslich hatte ein Taxifahrer erbarmen, dank der
Übersetzunghilfe von einigen anderen Besuchern der Kneipe. Zuvor jedoch hatten wir Gelenheit die frisch vulkangeprägte Landschaft anzusehen. Dort musste man sogar zu Fuss laufen!
Dafür konnten wir jedoch die mondähnliche Struktur der Insel besichtigen. Hier befindet sich erst seit 40 Jahren kein austretendes Magma mehr und man kann sich gut vorstellen wie
die Insel entstanden ist.
Der nächste Tag war der Tauchausbildung gewidmet. Sebastian hat seinen ersten Tauchgang gemacht, und ich durfte mit zusehen und mitmachen. Danke an Manuela für die angenehme
Einführung: (http://www.4dive.org). Gleitschirmfliegen hat sich trotz ansässigem Verein nicht ergeben - (u.a. keine Möglichkeit eine Ausrüstung zu leihen).
Heute machen wir einmal Klar SChiff und werden mal planen was wir noch alles machen können.
viele Grüsse
der Sebastian und Tim
P.S. unter Tourbericht Historie noch ein Video und mehr Bilder von La Palma....
20.10.2011 La Palma
Nach einem opulenten Abschiedsessen mit den Norwegern von der benachtbarten 7,7 Meter Maxi haben wir uns auf dem Weg nach La Gomera gemacht. El Hierro fällt wegen dem
dortigenVulkanausbruch flach.
Der Nachttörn von 35 sm war anders als geplant. Anstelle der geplanten 10 knoten achterlichen Wind hatten wir bis zu 20 kn Halbwind. Daher haben wir nicht mindestens 8 h sondern
nur 6h benötigt. Wir sind zu früh, aber egal. Nach 1 h Warten auf Sonnenaufgang, um das Anlaufen des Ankerplatz zu erleichtern, laufen wir sicher ein und finden eine traumhafte
Bucht vor. Wir Ankern auf Position: 28°04,5N 014°19,4W. Ich mache meinen ersten Tauchgang auf 10m tiefe. Endlich kappt alles und kaputt ist auch nichts. Die Insel sieht ein wenig
karg aber sehr bunt aus. Einige Bestandteile der Insel sollen auch grüner sein als die felsige Küste die wir vor uns haben. Wir liegen in unmittelbarer Nähe eines Nudisten
Hippistrand, denen wir morgen mal einen Besuch abstatten wollen. (Wollten wir eigentlich schon heute machen, aber leider ist der Mittagsschlaf etwas entartet).
21.10.2011 La Gomera
Die Bucht vor Puerto Vueltas sollte in "Sleepy Bay" umbenannt werden, da hier die Mittagsschläfchen regelmässig zum totalen Verschlafen mutieren. Wir haben dennoch einen Ausflug
zum Beach gemacht und uns die "Hairless-Naked-Beachapes" angesehen. Sie scheinen nicht bösartig, aber auch nicht wirklich erfreut Eindringlinge auf Ihrem Strand zu sehen und
reagieren mit totalem desintresse. Aber vielleicht bilden wir uns das auch alles ein. Lecker sind sie aber wahrscheinlich nicht.
Eine halbe sm von unserem Ankerplatz entfernt entdecken wir ein uns bekanntes Schiff, dem ich schwimmend einen Besuch abstatte. Es war Ken mit Barbara. Wir schnacken eine Weile
und dann schwimme ich wieder zurück. Endlich ein Hauch von Sport. Ich war total fertig.
22.10.2011 La Gomera - St. Sebastian
10:00 Uhr. 1 h Frühstück liegt hinter uns, als Ken uns ebenfalls einen Besuch abstattet und uns von seinem Ausflug über die Insel und in das anliegende Dörfchen erzählt. Klingt
verlockend, aber wir wollen uns noch Heute nach St. Sebastian aufmachen - ca. 15 sm von hier. Unsere Batteriekapazität liegt bei 50%; der Kühlschrank saugt. Den können wir wohl
in der ganzen Karibik vergessen. Jetzt ist es aber egal, da wir so oder so eine Marina mit Stromanschluss anlaufen wollen.
Abends kommen wir in St. Sebastian an. Ein süsses Städtchen, von dem damals Kolumbus aus nach Amerika gestartet ist. Scheinbar hat Kolumbus genau die gleichen Häfen wie wir
angelaufen. Jedenfalls finden wir überall Spuren seines Aufenthaltes.
Dann noch ein schlechtes Essen und trotz "Samstag-Nacht-Partylaune" gehen wir wegen fehlenden Lokalitäten um 23:30 zurück auf die Mamiti.
23.10.2011 La Gomera St. Sebastian
Wir versuchen aufzustehen und schaffen es gegen 12 Uhr. Jetzt nur keinen Stress aufkommen lassen. Wir schieben alles auf die Hitze- irdeneiner muss ja schuld sein. Wir werden
einen Chill- und Internetsonntag einlegen und dann die weiterreise nach Teneriffa planen. Wie schön, dass die Inseln hier alle nur Tagestörns auseinanderliegen. Überall gibt es
Ankerplatze und sehr nette Marinas. Es ist gar nicht so schlecht hier mal eine Saison zu verbringen. Vielleicht beim nächsten mal.
| Die "Norweger" zum Essen auf der Mamiti. | Unsere Ankerbucht. Rechts davon der Hippistrand. | Ohne Worte. | Der Ken. | La Gomera - St. Sebastian |
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30.10.2011 Teneriffa
Seit 4 Tagen sind wir auf Teneriffa. Nachdem wir Gomera verlassen hatten sollte hier der letzte Zwischenstop vor Afrika und der Karibik stattfinden. Aus diesem Grund haben wir uns für die Stadt Santa Cruz entschieden, von der wir gelesen haben, dass man sich hier mit allem nötigen eindecken kann. Ausserdem können wir ein bischen die ARC auf Gran Canaria umgehen, wo jetzt ziemlich viel Gerummel und so ist.
Wir haben uns wieder einen Wagen gemietet (diesmal einen aufregenden VW Fox) mit dem wir Einkäufe erledigten, und die Insel erkundeten. Die Insel geht bis auf 3700 m und ausserdem ist sie weitläufig, abwechslungsreich und bietet alles was das Herz begehrt. Abgesehen vom unübersehbaren Ozean drum herum kommt man sich gar nicht vor wie auf einer Insel. Zugegeben das denkt man in England auch nicht, aber irgendwie haben uns die beiden kleinen (La Gomera und La Palma) besser gefallen.
Wie dem auch sei, unsere Vorbereitungen sind nun endlich (fast) abgeschlossen und jetzt gibt es wieder endlich richtig viel Wasser.
Auf dem Weg zu den Cap Verden (850 sm) fahren wir wahrscheinlich noch im Süden der Insel vorbei, von wo man wohl ganzjährig Wale sehen soll und dann gehts Richtung Süden und Richtung Dirk, den wir dort einschiffen.
glg aus Teneriffa,
der Sebastian und der Tim
10.11.2011 Cav Verden, Isla da Sol
Wir sind auf dem direkten Weg in die Karibik also mit einem kleinen Zwischenstop auf den Cap Verden sicher gelandet. Die Ueberfahrt von 850 sm haben wir in 7 Tagen gemeistert. Wir hatten richtig viel Wind aus der richtigen Richtung und dann noch den sehr günstigen "Canary Stream", der uns ebenfalls mit einem Knoten in die richtige Richtung treibt.
Wenn man also etwas suchen möchte, was nicht so super war, dann war es die absolute Ereignislosigkeit. Keine Delfine, Keine Schildkröten, keine Wale, nichtmal Mull. Täglich ca. 1 Schiff. Wow. Aber wir dürfen uns glaub ich nicht beschweren. Ausserdem hatten wir noch Besuch von "Ulf" ein kleiner, nicht wirklich Seegängiger Vogel, der sich eine Nacht bei uns ausgeruht hat. Neben der Tatsache, dass er sich den bequemsten Platz an Bord ausgesucht hat, nachdem er das ganze Boot - innen und aussen besichtigte - hat er dann auch noch Durchfall bekommen. Geschlafen hat er wie ein Stein und war dann morgens eben so schnell weg, wie er gekommen ist.
Jetzt sind wir seit 2 Tagen auf der insel Sol. Und ich fühl mich wieder wie in Afrika. Herrlich. Endlich wieder Essen aus einem grossen Topf,schöne Klänge, viele Farben und alle haben Zeit. Beim einklarieren in der Police Station, wo man sich an- und abmelden "muss" (oder soll), benötigten wir 3 Tage bis der "Leader-Guy" mit dem Stempel vorbei kam. Ich fands klasse.
Das kleine Örtchen hier ist sehr pitoresk, und die einzigen Touristen die herkommen, kommen aus dem Süden, als Tagestouristen. Sonst gibts hier nur Yachties mit weisser Hautfarbe. Nebenbeibemerkt, ca 20 ausländische Segelyachten, davon 1 unter Britischer Flagge, 1 mit Südafrikanischer, wir mit der Deutschen, und die restlichen unter französischer Flagge. Zeit um französisch zu Üben. Auch die Einheimischen, sprechen neben Kreolisch noch am ehesten Französisch.
Unsere Anker-Nachbarn sind alle sehr nett und wir gehen zusammen auf Tour auf dem Festland. Oder trinken zusammen Bierchen. Die Yachten die Besuch haben, kann man immer schon von weitem erkennen, da sie einen Dingi Fuhrpark am Heck schwingen haben. Unser Mr. Black tut seinen Dienst super!
Also, wir warten jetzt auf den Cap Verdischen Inseln, bis Dirk kommt und werden diese und vielleicht noch andere Inseln besuchen. Es ist wunderbar hier und auch hier könnte man glaub ich ohne weiteres eine Saison verbringen.
Das Gästebuch funktioniert leider immer noch nicht - wir werden versuchen es noch zu reparieren, da wir uns immer freuen, wenn wir Nachrichten von zu Hause bekommen. Aber das ist hier wiegesagt nicht ganz so einfach.
Also, lg von 16°45,2N 022°58,7W
Sebastian und TIm
22.11.2011 Cap Verden - Mindelo
Moinsen!
Wir sind immernoch in Afrika - ein Gigabite Uebertragung kostet 50 €. Mit der Reperatur und dem update der Site muessen wir wohl bis zur Karibik warten.
Wir sind jedoch nach 2 Tagen Ankern auf Sao Nicolau gut auf Sao Vincente (Mindelo), unserer letzten Insel vor dem Atlantik angekommen. Wir haben demnach 3 Inseln von den Cap Verden gesehen, und sollten sagen, dass auch das eigentlich zu wenig ist.
Auf unserer Fahrt zwischen den Inseln haben wir viele nette Leute Kennengelernt - wie Kirsten, oder Petra und Andreas, mit denen wir auch ein Stueck zusammen gesegelt sind und eine richtig gute Zeit zusammen hatten.Ankerfelder waren wie richtige kleine Nachbarschaften, sodass der Abschied schwer war.
Gerade in Palmeira haben wir einen super Kontakt zu den Fischern im Dorf gehabt. Sie brachten uns Kartenspiele und neue deutsche Begriffe naeher. Und das Bier war auch nicht schlecht - also alles bestens. Jetzt kaufen wir noch Wasser, Kippen, Wuerstchen und Kekse ein und machen uns auf ueber den Atlantik. Dirk hat sich in den Bordalltag eingelebt und wir koennen es gar nicht mehr erwarten aufs Wasser zu kommen.
Falls ihr die ein oder andere Nachricht in die maennerdominierte Einoede schicken wollt, wuerden wir uns sicherlich ueber jedwede Abwechslung freuen, denn der Bordalltag ist mit zunehmenden Temperaturen echt immer haerter geworden.
Also, bis Weihnachten dann.
Und fuer Synje, Moni, Astrid und Martin wuenschen wir eine Gute Anreise zur Sylvesterpartz auf St. Lucia, falls man sich nicht mehr hoeren sollte.
viele Gruesse
Dirk, Sebastian und Tim
12.12.2011 Barbados Karibik
Jeah! Die erste Karibikinsel und eine "eins" auf dem Kerbholz der Atlantiküberquerungen.
Nach 17 Tagen sind wir sicher auf Barbados gelandet. Den überwiegenden Anteil hatten wir guten Wind, der uns mit 5-7 Knoten Richtung Karibik getrieben hat. Erst nach einigen Tagen wurde der Wind weniger, aber wir waren immernoch schnell genug um nicht Motoren zu müssen. Erst die letzten 3 Tage waren nicht mehr so doll, sodass wir zeitweise den Flautenschieber angeschmissen haben.
Ins gesamt haben wir 25 h gedieselt. Ansonsten kann man den Atlantik wahrscheinlich am besten mit folgenden Worten beschreiben: viel Wasser, tolle Sonnenuntergänge und hoffnungslose Ereignislosigkeit.
Nur einmal haben wir nachts Wale gesehen (vermutlich Grindwale). Ich hab nur in den ersten beiden Tagen Fische gefangen, ansonsten fanden wir morgens lediglich gestrandete Fliegenfisch an Deck.
Dennoch; wir hatten eine super Zeit und sind nun froh wieder in der Zivilisation zu sein, aber auch ein wenig überfordert... man muss so viel Reden :-). Die Palmen, das blaue Wasser, der weisse Sand und die minimalen Schiffsbewegungen vor Anker bringen einen aber wieder gemächlich auf den Boden zurück. Jetzt werden wir erstmal ankommen und uns von dem stressigen Törn erholen.
viele Grüsse und bis bald
Dirk, Sebastian und Tim
19.12.2011 Union Island - Grenadinen
Jetzt sind wir im Paradies!
Nach vier Monaten harter Arbeit und permanenten Segelns unter widrigsten Bedingungen sind wir auf den Grenadinen angekommen.Union Island um genau zu sein. Weisser Strand, viele Palmen und Piton Bier und den ganzen anderen Schnick Schnack, den man mit der Karibik assoziiert.
Wir sind von Barbados 105 sm nach Osten gefahren, hatten super Wind und eine hervorragende Nacht. Es ist schon wieder nichts kaputt gegangen und die Nacht war Sternen Klar und wunderbar lauwarm.
Jetzt sind wir auf Union Isalnd und die Tobago Keys liegen in Sichtweite. Wir werden die Tage nach dorthin aufbrechen. Allerdings erwarten wir noch 25 Knoten Wind und wollen, die evtl. erst einmal abwarten. Vor Anker ist das doch gar nicht so einfach in der Karibik, insbesondere wenn es viel Wind gibt.
Sonst ist es wirklich nicht einfach ein gutes Internetcafe zu finden. Daher habe ich es immer noch nicht geschafft die Seite neu hochzuladen. Ich versuche es weiterhin.
Also, hoffentlich bald mehr....
Grüsse
die Mamiti
25.12.2011 Tobago Cays
Frohe Weihnachten Euch allen!
Wir haben Weihnachten auf den Tobago Cays gefeiert. Ein Weihnachten ohne Schnee, Baum, mitteleuropäischer Weihnachtsmusik und Familie. Daher mussten wir schauen, dass wir uns es irgendwie anders schön machen.
Ich denke es ist uns gelungen. Wir Sind auf den Tobago Cays und können hier viel Tauchen und lecker essen. Es gibt Sandstrände(Statt Schnee), türkisgrünes Wasser, Palmen (statt Weihnachtsbäume) und das Weihnachtsessen war kein Braten dafür waren wir zum Grillen. Dirk und Sebastian hatten Chicken, ich hatte Lobster.
Also, versuchen wir seit Tagen die Meeresschildkröten zu zählen, oder einfach nur auszuspannen. Hier fühlen wir uns alle wie einem Ziel unserer Reise näher gekommen zu ein.
Der Wind hat auch abgenommen. Wir haben nun 20 kn in der Spitze. Die 30 knoten Wind haben wir hinter uns. Jetzt können wir die Mamiti auch mal alleine vor Anker baumeln lassen. Sie hat bisher super durchgehalten, und es ist schon lange nichts mehr kaputt gegangen. Gestern haben wir noch ein verstopftes Klo behandelt - aber es handelte sich Gott Sei Dank um das Zulaufventil.
Jetzt sind wir schon mehrere Tage hier und werden uns vermutlich schlecht trennen können. Aber wir müssen weiter nach St. Lucia. Dort haben wir Verabredungen für Sylvester und werden Dirk zum Flughafen bringen.
Also, frohe Festtage weiterhin und bis demnächst.
festliche Grüsse von der Mamiti.
Dirk, Sebastian und Tim
31.12.2011 St. Lucia
Eingen schönen Tag an alle die sich hier herumtummeln!
Wir schliessen hier bald das neue Jahr ab, und werden zu einer netten Beachparty gehen.
Die letzten Tage auf den Tobago Cays, haben wir eher unterwasser, als Überwasser verbracht. Es war eine wunderbare Zeit.
Der Weg nach St. Lucia, hat ca. 5 h länger als errechnet gedauert, da wir die Strömung nicht so stark eingeschätzt haben. Bei "Am-Wind-Kursen" wirkt sie sich einfach sehr stark aus. Egal, nun haben wir die Reise nach St. Lucia hinter uns gebracht und befinden uns in der Rodney Bas.
Dirk hat uns leider verlassen, aber dafür haben wir jetzt die Moni an Bord. Dirk: an dieser Stelle nochmal Danke für deine Begleitung, und deine Aufopferung so viel Skat mit uns zu spielen. Wir werden deine Sprüche vermissen :-).
Moni ist schon seit über einer Woche auf St. Lucia und gibt uns Tips, wo es coole Bars und so gibt.
Gestern waren wir auf dem "Chicken-Festvial". Tooool. Eine Strassenparty (jeden Freitag - sollte man auch mal zu Hause einführen) wo es viele stände, Menschen, und Musik gab. Nicht zu vergessen auch Geflügel auf Grills - rarrrr. Eine Tolle Vorbereitung für die Sylvesterparty.
Heute weden wir zusammen mit 2 anderen Booten (darunter natürlich Bonafide) essen gehen und dann am Strand feiern und unsere Rettungsraketen opfern.
Wir wünschen allen auch einen guten Rutsch! Das nächste Jahr wird bestimmt der Hammer.
lg aus St. Lucia,
der Tim
P.S. Especially for the english speaking Community:
So Sorry you couldn`t make it to St. Lucia or anywhere else than Barbados. I hope you are able to fix the engine soon. Destiny always seems to do weird things constantly, and no one really understands it. I hope we really get to see us again in some lonely bay. Have a good New Years eve party, enjoy yourselfes and see you soon!
09.01.2012 St. Lucia
Frohes Neues allerseits nachträglich.
Moni, Sebastian, Astrid, Martin, Andreas, Petra (Bonafide) und ich sind gut ins neue Jahr gerutscht. Jetzt ist auch Synje dabei, aber dazu später.
Die Neujahrsparty fand zunächst am Strandrestaurant statt, von dort direkt zum Strand. Dort sind wir zusammen mit den meisten anderen St. Lucianern zum Feuerwerk gegangen.
Nach einer tollen Woche mit Grillen an schönen Stränden, Schnorchelabenteuern und Wandertouren zu Wasserfällen und den Piton zwischenzeitlichs im Süden der Insel, haben wir uns wieder in den Norden nach Rodney Bay gegeben, um Synje abzuholen.
Leider haben uns Astrid und Martin wieder verlassen. Vielen Dank für Euren Besuch. Herrlich, ein Stück Heimat in der Karibik zu finden!
Jetzt ist die Crew komplett: Moni, Synje, Sebastian und ich sind nun auf der Mamiti und wir wollen in den nächsten Tagen nach Norden fahren. Dominica ist unser Ziel.
Weiterhin gibt es noch eine wichtige Neuigkeit. Sie heisst "Kine" und ist auf der Segelyacht "Corky" (www.sycorky.com) unterwegs. Leider fahren wir in verschiedene Richtungen, aber das wird nicht immer so sein ;-).
Heute werden wir zum Ankern in die naheliegende Bucht fahren, und von dort aus morgen aufbrechen, denn wir haben alles repariert, aufgefüllt und auch noch das Gästebuch in Ordnung gebracht.
Euch allen einen Guten Jahresstart.
bis demnächst,
die nun aus vier Leuten bestehende Mamiti Crew....
P.S. Pitonbier ist wirklich gar nicht so schlecht. Und man kann es auch warm trinken.
12.01.2011 Dominica
Wir sind auf Dominica gut und sicher gelandet. Nach einem kleinen Zwischenstop auf Martinique(inkl. Singen der Marseillaise) sind wir nach ein wenig Schwimmen beim Sonnenunter- und Aufgang direkt weitergefahren.
Bei der Überfahrt von 90 sm hatten wir zunächst sehr wechselhafte Winde. Dann allerdings hatten wir konstante 25 Knoten bei halbem Wind.
Die Mamiti, jetzt unter Selbswendefock, hat wiedermal schadenfrei ihre Dienste verrichtet.
Unsere Erfahrungen auf Dominica fangen jetzt also gerade erst an. Die regenreiche, Urwaldreiche Insel hat uns aber jetzt schon in den Bann gezogen.
Moni und Sysi haben sich gut in den Bordalltag eingelebt. Man kann sagen, es passt supi. Es besteht eine hohe Wahrscheinlich, dass Sysis Gleichgewichtsorgan sich den Mamiti-Segeleigenschaften noch anpassen wird. Toi Toi Toi für den Rest der Reise! Die Prognose sieht vielversprechend aus.
Morgen werden wir ins Landesinnere fahren und uns den Regenwald und was er zu bieten hat genauer anschauen.
Auf bald,
die Mamitis
P.S. Is there someone online who would like to teach me some Norwegian (might need it soon)???
14.01.2012 Dominica
Ed, eine wirklich schöne Insel - Danke für die Empfehlung.
Wir, Sebastian und ich, sind gestern ein wenig durch den süden der Insel gewandert. Es ging einige hundert Höhenmeter hinauf, was im Dschungelähnlichen Klima, gepaart mit müden Seglerbeinen ganz schön anstrengend war. Aber auch wirklich ein Genuss. Wir hatten Glück, und sind fast niemanden, ausser dem ein oder anderen Local begegnet. Ein herrlicher Ausblick, Fruchtbäume mit Orangen und Bananen, verwachsene Wanderpfade im Dschungel und einfach mal was anderes als nur Wasser.
Sysi und Moni sind stattdessen im Fischerdorf an Scotts Head geblieben und haben ein wenig geschnorchelt. Es ist der Hammer, wenn man mit offenen Armen, freundlichen lächeln und kühlem Bier an einem unbekannten Ort begrüsst wird. Danke für den super Empfang.
Gestern abend sind wir dann ein wenig um die Häuser gezogen. In der Karibik scheint der Freitag der Partytag zu sein. Zunächst den obligatorischen karibischen "Döner auf die Hand" hier allerdings in Form eines Geflügelbeines vom Grill, und dann auf zum Calypso Festival (http://www.avirtualdominica.com/calypso.cfm). Politisch orientierte, creolische-Carib-Mucke; mit Bier - mal was anderes. Und danach in die nicht weit entfernte Dunkeldisco. Man lernt so viele nette Menschen kannen und per Anhalter kommt man einfach überall hin. Man kann sich als Tourist hier sehr wohlfühlen. Allerdings ist man abends auch fast alleine mit weisser Hautfarbe unterwegs.
Nun werden wir noch einen Tag im Süden der Insel verbringen und uns dann zum Indian River in den Norden hocharbeiten.
Liebe Grüsse und bis demnächst.
die Mamitis
21.02.2012 - Les Saintes
Moni haben wir von Bord verabschiedet. Sie musste wieder nach St. Lucia zurück. Vielen Dank, dass du dabei warst. Eine wahre Bereicherung der Route und der Tour.
Darauf sind wir zu den 20 sm entfernten Les Saintes gesegelt. Corky mit Kine befinden sich gerade in der anderen Richtung auf Mustique. Unsere Wege werden sich später wieder kreuzen.
Les Saintes ist Europa. Gehört zu Frankreich hat Euro- Währung und entsprechende Europreise. Dafür ist es pitoresque und sehr gepflegt hier.
Dank Sysi haben wir auch die hiesige Küche mit Doraden- Pastete, 5 min gegrillten Thunfischsteak (rare gebraten) und für Basti ein "Entrequote" kennengelernt. Vielen Dank für die liebe Einladung.
Um unseren "ach so anstrengenden Bordalltag" euch ein wenig näher zu bringen, dachten wir uns einen ganz normalen Tag einmal zu beschreiben.
07:00 Ich werde wach und mache Frühstück. Die Sonne geht für gewöhnlich um 6h auf, danach kann man wegen der Hitze eh nicht mehr schlafen. Ausserdem liegt die Mamiti an einer Mouring und schwankt durch den Schwell sehr stark.
Heute haben wir Glück, wir bekommen frische Croissants ans Boot geliefert. Tolles Frühstück, dazu hatten wir noch aus dem Regenwald frische Grapefruit. Die waren der Hammer.
08:30 Frühstück fertig. Es wird schnell mit Meerwasser abgewaschen, da wir immer Trinkwasser sparen müssen. Wer Essen macht, muss (für gewöhnlich) nicht spülen. (Eine, der goldenen Mamiti- Regeln.) Bevor wir die nahegelegene Ankerbucht anlaufen können, müssen wir noch den Aussenborder und das Ankerbedienelement reparieren. Übliche Alltagsprobleme, nichts aussergewöhnliches. Das Bedienelement war korridiert, ein schleichender Prozess seit Beginn der Tour (Lewmar Ankerwinsch - kein Schrott eigentlich). Gott sei Dank haben wir einen Ingenieur an Bord - Danke Sebastian.
11:30 Die Reperaturen sind abgeschlossen, das Sonnendeck ist abgedeckt, das Dinghi ist abgebaut, Seeventile und Luken sind geschlossen, und die Mamiti ist klar Schiff. Während wir so tun, als ob wir fleissig sind, bemüht sich Sysi den Anflug einer Übelkeit mit aggressiven Chillen und Vomex in den Griff zu bekommen (erfolgreich). (Unter Deck sein bei den Bewegungen zuvor war keine gute Idee gewesen.)
12:00 Wir erreichen den Ankerplatz. Nach dem Ankommen müssen wir erstmal warten und schauen, ob wir weit genug entfernt sind von anderen Booten. Wir ankern auf 12 m Tiefe, benötigen viel Ankerkette (60 m) und haben daher einen sehr weiten Drehkreis, den man in dieser Bucht voll ausnutzt, da der Wind die Mamiti in alle Richtungen treibt. Nach dem Warten kommt die Kontrolle des Ankers mit Flossen und schnorchel. Das machen wir jedes Mal, hat den positiven Nebeneffekt, dass wir zum Abkühlen endlich ins Wasser können. Sysi erklärt diesen Platz zu ihrer Traumbucht (Türkises Wasser, Sandstrand mit Palmen in Schwimmreichweite und gute Unterwasserbedingungen zum schnorcheln)
13:00 Beste Zeit für eine Skatrunde. Basti gewinnt, Mist! Zu Ehren Neptuns müssen wir Bier und Gin Tonic opfern. Trotz wieder angelegtem Sonnendach ist die Mittagshitze uns zu Kopf gestiegen. Ab ins Wasser und Schnorcheln.
15:00 Der Hunger ist unerträglich. Wir müssen Essen machen. Es gibt Nudeln mit Tomatensauce und Parmesan. Ein Festmahl!
Zwischenzeitlich kleiner Schreck, der Wind flaut ab und die Strömung ist nun stark genug, dass wir in Handreichweite eines anderen Bootes treiben. Wir tun nichts, warten ab und beobachten. Glücklicherweise normalisiert sich der Wind, und wir können einfach liegen bleiben, richten aber eine Ankerwache ein. Dann heisst es schnell eine Siesta einlegen.
17:00 Daraufhin erneute Skatrunde, gefolgt von einer Abendschwimmrunde. Die ist besonders wichtig, da es die Letzte des Tages ist. Man muss die Sonne noch nutzen, denn die trocknet einen am Besten. Man braucht kein Handtuch, sondern muss sich nur anschliessend das Salz vom Körper rubbeln.
18:00 Sundowner, damit wir die Nacht überstehen und Neptun nicht verärgert wird.
19:00 Gegenüber unseres Ankerplatzes liegt ein Hotel, das eine Bar zu haben scheint. Wir fahren mit Mr. Black (unserem Dinghi) rüber. Die Bar hat einen Poolbilliardtisch und Cocktails, ist aber sonst eher 70er Jahre Style. Wir drücken den Altersdurchschnitt beträchtlich nach unten.
21:00 Wir machen uns wieder auf den Heimweg. Leider Springt wiedereinmal ein Splint aus dem Aussenborder = 0 Vortrieb. Es ist also erneut "Paddeln-im-Mondschein" angesagt. Dazu werden wie gewöhnlich ein paar Seefahrerlieder angestimmt, die aber aufgrund mangelnder Textsicherheit nie über die erste Strophe hinausgehen. Nach der Sporteinlage (natürlich Gegenwind!) erreichen wir die Mamiti und fallen müde und zufrieden in den Schlaf.
Ein anstrengender Karibikalltagstag ist geschafft. Auf zu Neuem. Am nächsten Tag müssen wir unbedingt mehr Chillzeit einplanen.
27.10.2012 Guadeloupe
Leider hat uns ein weiteres wertvolles Crewmitglied verlassen. Sysi musste die Mamiti wider willens verlassen. Echt schade. Jetzt sind wir für einige Zeit wieder eine 2 Mann Crew. Danke Sysi, dass du dabei warst. Wir werden dich, deine Cocktails, deine Morgenschwimmstunden und deine Gute Laune vermissen. Wie schön, dass wir wenigstens immernoch ein paar Haare von dir an Bord haben ;-).
Wir bleiben noch einen Tag bevor wir nach Montserrat aufbrechen.
Mal sehen ob wir noch navigieren und segeln können.
die Mamiti
29.01.2012 Montserrat
Wir haben Montserrat erreicht. Der Weg dorthin war ungewöhnlich.
Eigentlich wollten wir um 05:00 Uhr morgens eine Abkürzung fahren. Der Kanal wird durch 2 Hebebrücken behindert, die jedoch täglich um 05:00 öffnen sollen. Aber scheinbar ist nichtmal auf Franzosen verlass in der Karibik. Die Brücken haben einfach nicht geöffnet. Trotz 3:30 aufstehen sind ca. 15 Boote mit uns einen 30 sm Umweg gefahren.
Wie dem auch sei, wir sind sicher auf Montserrat nachts gelandet. Die insel ist seit dem Vulkanausbruch vor ca. einer Dekade um 2/3 Ihrer Einwohner geschrumpft und hat jetzt ca. 4800 Einwohner. Der Vulkan ist noch aktiv und man kann ihn zumindest von weitem sehen.
Sonst können wir auf der Insel nur wandern, oder tauchen, da hier sonst nicht viel zu tun ist. Genau richtig.
mal sehen wie lange wir es hier aushalten.
bis bald, und vielen Dank wiedereinaml für all die Einträge im Gästebuch.
13.02.2012 Antigua
Nach langer Internetabstinenz sind wir wieder in der Zivilisation angelangt.
Unsere Reise führte über Montserrat nach Antigua, wo wir das erste Mal auch die Windzugewandte Seite und die dort liegenden Riffe besichtigten. Von dort aus sind wir nach Barbuda gesegelt, die 30 sm liegende nördliche Nachbarinsel. Laut Führer das 7 unbekannteste Reiseziel der Welt. Genauso fühlt es sich dort auch an, einsam, leer, wenig Boote, wenig Menschen (1500 auf der ganzen Insel). Dafür viele Palmen, weisse Strände und viel Zeit zum nichts tun und am Strand zu schländern.
Jetzt sind wir wieder nach Antigua zurückgefahren um vor unserem nächsten Ziel unsere Vorräte (Wasser, Diesel, Gas Nahrungsmittel und Ausrüstung) aufzufüllen.
Karte Antigua
Hier sieht man die Ostküste von Antigua. Sie ist bestückt mit Riffen, und die Navigation ist nicht ungefährlich. Die meisten Riffe sind in den Karten eingezeichnet, aber eben nur die meisten. Nur wenn die Sonne im Rücken ist, kann man die Riffe, die meist ca. einen halben Meter unterhalb der Wasseroberfläche liegen erkennen. Wenn eine Wolke, die es hier zu Hauf gibt, die Sonnenstrahlen abschattet, sieht der Wolkenschatten genauso aus wie ein Riff. Das macht das Segeln in dem Gebiet zu echten Herausforderung. Bisher haben wir aber Gott sei Dank noch keins mit der Mamiti genauer kennengelernt.
Riffshow
Hier ein gut sichtbares Riff, da es bis zur Oberfläche gewachsen ist und die Wellen es klar erkennen lassen. Im Gegensatz dazu rechts im Bild - ein Riff, das man nur bei viel Sonne im Rücken ohne Wolken erkennen kann. Teu Teu Teu, bisher haben wir noch kein Riff getroffen mit der Mamiti.
Unser Strandbarbeque
Auf Antigua haben wir Maiden Island angelaufen. Eine kleine Ankerbucht ganz für uns alleine. Sie ist sehr Klein, und obwohl Ostküste - sehr ruhig gelegen. Der Strand war leer und wir haben Essen mitgenommen und Feuer gemacht. Klasse Abend.
Antigua - Parham
In Parham gibt es nichts. Klasse. Ein paar Leute auf der Strasse und ein Laden der Burger verkauft. Neben Burger gibt es auch Unterhaltung vom Koch, im Preis inbegriffen. Im Führer steht: mehr Hühner als Leute auf der Strasse – die ist passend
Treechicken
Sebastians Antigua Mangroove Tour
20.02.2012 Nevis
Wir sind noch in Mevis. Eine sehr nette Insel, wo wir viele Leute auf dem Festland kennenlernen.
Wir sind hier an einer Mooring und gehen viel an Land. Der gestrige Landausflug ging zu einer Quelle, die auf ca 900 m Hoehe liegt. Sehr gruen und wirklich sehr gut sich vom strissigen Bordalltag zu erholen.
Als naechstes werden wir noch St. Kitts besuchen und dann werden wir uns einen Plan machen, wo es als nächstes hingeht. New York ist auf einmal Thema geworden, aber hier werden wir wohl ein Visumsproblem bekommen.
Na mal sehen.
lg und bis bald
Die Kine, der Sebastian und der Tim
27.02.2011 Nevis
We are still in Nevis.
Die Insel ist wirklich nett, und wir lernen weiterhin nette Leute kennen. Die Tage haben wir einen kleinen Ausflug auf die Nachbarinsel St. Kitts gemacht. Wir haben nicht viel gesehen von der Insel, aber es war dennoch ein netter Abstecher. Leider haben wir uns auf dem weg die Selbstwendefock zerissen. Die Squalls mit 35 kn Wind sind nicht zu unterschätzen.
Ausserdem haben wir eine nette Biketour gemacht. Die ganze Insel kann man mit dem Fahrrad in 3 h umrunden. Eine sehr Empfehlenswerte Tour. Hoffentlich machen wir das die nächsten Tage öfter.
Mal sehen wo es uns danach hin verschlaegt. Kine wird die Mamiti vermutlich für einige Zeit wieder verlassen und später erst wieder dazustossen.
So weit so gut. Weiter gehts...
Der Sebastian, Die Kine und der Tim
01.03.2012 St. Kitts
Wir sind auf der Nachbarinsel von Nevis angekommen: St. Kitts.
Wir sind im Hafen und werden erstmal unsere Vorräte aufstocken und Wasser Holen usw.
Ausserdem müssen wir bald mal unser Unterwasserschiff reinigen. Mitlerweile hat sich ein richtiger Urwald angesammelt. Die letzten Glieder der Ankterkette haben wir sicherheitshalber auch mal ausgetauscht. Man merkt richtig wie das Material genutzt wird und verschleisst.
Als nächstes werden wir wohl erstmal Geburtstag feiern und danach nach Saba aufbrechen - eine kleine Insel die mal keine Sandstrände hat.
Also bis später mal.
lg
die Mamitis
12.03.2012 St.Martin (Saba+Anguilla)
Wir sind zwar jetzt auf St. Martin können aber jetzt erst die letzten Eindrücke von Saba und Anguilla schildern. Karibisches Internet hat seine Tücken.
Saba ist klein und Einsam und von 2000 Einwohnern gibt es ca. 500 Studenten. Auf ihr befindet sich jedoch der höchste Punkt des Niederländischen Königreichs (ca 850m).
Um dort hin zu gelangen mussten wir recht Rauhes Segeln in Kauf nehmen. Auf dem Hinweg über 20 knoten und beim Verlassen bis zu 30 kn gegen an mit kräftiger Welle. Eigentlich gibt es nur einen relativ geschützten Ankerplatz, der sich in der "Ladder" Bucht befindet. Wenn man hier an Land möchte muss man erstmal 500 Stufen Steigen und eine halbe Stunde Bergauf laufen. Früher war dies der einzige Zugang zur Insel. Weiterer Nachteil - "Beachlanding" mit dem Dinghi ist eine kleine Herausfoderung, da der Steinige "Strand" sehr steil ist und je nach Wellenrichtung eine Landung mit dem Dinghi undmöglich macht.
Auf Saba sind wir jedenfalls gut gewandert. Die Insel ist recht wild und hoch. Man kann nur schlecht anlanden und einklarieren. Gerade das reizt uns natürlich. Da wir immer von Meereshöhe aus anfangen, können wir unseren gewanderten Höhenmeter immer gut rechnen. Nach anderthalb Tagen wandern merken wir unseren müden Seglerbeine sehr und sind froh endlich wieder am Boot anzukommen. Auf dem Weg haben wir mehr Hühner gesehen - die Insel ist ganz anders - hier gibt es mehr Ziegen als alles andere. Wir hatten einen Tag - vermutlich hätte man die Insel in 3 Tagen komplett durchwandert. Dennoch wirklich schön und angenehm temperiert. Mit unter sind insbesondere im oberen Teil die Wege sehr Schlammig aber endlich nochmal "festen" Boden unter den Beinen. Die Seglerbeine mussten echt nochmal arbeiten.
Man sagt, es soll einer der Top Divingplätze auf der Welt sein. Ein sehr netter Tauchgang mit Kine, aber da haben wir auf der Tour schon bessere gehabt. Dennoch wirklich gut erhaltene Unterwasserwelt... . Es sollte zwar auch ein Tag Schnorcheln noch drin sein, aber dazu war das Wetter zu schlecht. Das hiess ein Tag chillen auf dem Boot, bei sehr unruhigem Wetter.
Danach ging es ab nach Anguilla zum Bankie Banks Raggae Festival. Türkises Mehr, weisser Sand, Livemusik (Mix zwischen Raggae und Rockinterpretationen), Bierchen und nette Leute. Endlich Karibik. Zu schade, dass es schon dem Ende der Karibik zugeht.... .
Von Dort aus sind wir nach St. Martin gesegelt - die nachbarinsel ca. 6 Seemeilen entfernt. Die super erschlossene Französische und Holländische Insel soll uns bei der Proviantierung und der Reperatur hilfreich sein. Und das ist der Fall. Geschäfte mit allen Lebensmitteln, Rigger, Sailmaiker, Chandler alles wirklich alles was das Herz begehrt und das alles gut erreichbar - meistens Sogar mit dem Dinghi.
Die nächsten Tage werden wir ein wenig Mamiti Urlaub machen. 4 Tage in Martinque (auf Corky) und Statia (Wanderurlaub für Sebastian).
Bevor wir nach Bermuda aufbrechen werden wir nocheinmal Bloggen und dann wird die Überfahrt machen und erstmal nichts von uns hören lassen.
Vorerst bis später mal
lg Sebastian und Tim
22.03.2012 St. Martin
So, nun haben wir wieder 450 Liter Wasser an Bord, Konserven für ca. 1,5- 2 Monate, teilweise ein neues Rigg, komplett aufgeräumt und gewienert. Alles hat seinen Platz und trotz Überladung haben wir nicht viel herumliegen.
Die nächsten Tage geht es los Richtung Bermuda. Dort hoffen wir Kine sicher von Bord zu geben und Anne rechtzeitig an Bord zu holen.
An dieser Stelle würden wir gerne eine EINLADUNG aussprechen:
Am 14. Juli 2012 (Samstag) findet in Kiel eine Anti-Überaschungs-Willkommensparty statt, zu der wir gerne Einladen möchten. Wer kommen möchte und mehr wissen Will, kann sich unter Party@Rohnen.de bei meinem Bruder Mick melden.
Es würde uns freuen den ein oder anderen dort zu sehen.
To all our English speking readers:
On July the 14th 2012 (Saturday) my brother in Kiel organises a WELCOME PARTY. Everyone interestet please send an Email to Party@Rohnen.de for further details.
We would love to see some of you guys there.
Wir werden uns bemühen auch rechtzeitig anzukommen.
also bis die Tage
Kine, Sebastian und Tim
08.04.2012 Bermuda
Puh, wir sind durch. Wir haben uns 900 Seemeilen gen Norden durchgearbeitet. Jeden Tag wurde es kälter und scheinbar wurde es jeden Tag windiger. Wir hatten Sturm bis 50 Knoten und Wellenhöhen von über 5 m. Wir sind froh im Hafen zu sein, sicher und trocken und mal nicht schauklig.
Als wir angekommen sind haben wir erst mal alle Sachen getrocknet, da die Mamiti nur so "semi-dicht" war. Eigentlich war alles nass. Und dann auch noch die Ernüchterung, dass sich das Wetter wie Europa anfühlt. Wir fühlen uns wie im frühen Herbst in Holland: Windig, häufiger mal Regen mit grauen Wolken, meistens viel Wind. Wir müssen sogar manchmal Pullover anziehen!!!
Eine Entschädigung ist jedoch Bermuda. Die Insel ist einfach "wundernett"! Die Vegetation ist ein wenig Europäischer. Grünes Gras, Kiefern, aber auch viele Büsche und Palmen. Die Häuser sind grösstenteils schon älter und man merkt den englischen Ursprung. Es ist sehr gepflegt hier in St. George. Dennoch haben die Häuser neben dem englischen/irischen Stil auch einen karibischen, da sie sind mit unter sehr Farbenfroh gestaltet wurden.
Die Menschen sind super freundlich und sind sehr interessiert. Diese Insel kann man ohne weiteres Mal für ein oder zwei Wochen besuchen. Allerdings ist es auch nicht billig - wir vermuten, dass das Preisniveau ca. 30 % höher ist als in Deutschland.
Jetzt erholen wir uns erst mal und schauen uns die Insel an. Dann wird uns Kine leider verlassen. Sie bekommt Besuch von Maiken und fliegt dann nach New York. Danke dass du uns begleitet hast Kine, ohne dich wäre es nicht dasselbe gewesen. Wir bekommen als drittes Crewmitglied Anne an Bord und werden mit Ihr weitersegeln. Da sie Mamiti erprobt ist, wird sie sich hoffentlich direkt wieder zu Hause fühlen.
Jetzt euch allen frohe Ostern und bis bald,
Kine, Sebastian und Tim
06.05.2012 Bermuda - Azoren (Flores)
Die letzten Tage auf Bermuda waren wirlich noch nett von der Gesellschaft, und auch von der Umgebung her. Die Wasserfarbe ist wie im Bilderbuch und es gibt wirklich nette (kleine) Strände. Wir sind jedoch etwas früh im Jahr da gewesen, daher war es noch etwas Frisch. 20 Grad sind wir einfach nicht mehr gewöhnt.
Einen Tag durften wir mit den Lotsen mitfahren. Ist schon manchmal schön mit Motor und nicht nass werden... . Wir haben den Lotsen vom auslaufenden Schiff abgeholt. Wirklich nette Leute - danke fürs mitnehmen!
Und dann gings endlich los. Die ersten Tage hatten wir bis 8/9 Windstärken gegenan. Aber dann wurde es besser abgesehen vom vorletzten Tag - der nochmal richtig Kräftig bis 11 Bft Richtung Azoren blies.
Wir haben das erste Mal den "Gewöhnlichen Delfin" gesichtet. Wir haben Delfine nahezu jeden Tag gesehen. Teilweise 5 mal am Tag. Das ist immer eine super Abwechslung.
Als wir auf dem Atlantik waren, haben wir diese Portugisische Galeere recht häufig gesehen. Da in unserer Bordliteratur die Quallen ausgespart wurden, wussten wir nicht wie sie heissen, und ob sie gifitg sind. Nun wissen wir auch wie eine Portugiesische Galeere aussieht - und ja sie sind sehr Giftig. Da wir aber eigentlich fast immer Wind hatten und das Wasser langsam recht frisch wird, hatten wir so oder so nicht das starke Bedürfnis schwimmen zu gehen.
Zur Beschäftigung Skatrunden - immer und immer wieder. Nach dem Frühstück bis vor dem Schlafengehen. Ausserdem haben wir eine "Flaschen - Boot - Post" gebaut. ENSETI. Sie sollte segeln, bis sie zum nächsten Schiff kommt oder irgendwo Land entdeckt. Der Bau hat uns bei Wind und Welle 3 Tage Gemeinschaftsarbeit gekostet. Es war ebenfalls eine hervorragende Beschäftigung und wir wünschen Enseti auf der Reise alles gute. Hoffentlich hören wir mal ob sie irgendwo angekommen ist.
Als wir ankahmen, haben wir 2 Bekannte wiedergetroffen. Till und Ypake. Till wollte eigentlich nach Horta - aber hatte einen Motorschaden, und keinen Autopiloten mehr. Daher sind sie genauso wie wir die erste Insel der Azoren angelaufen. Wir hörten Ihren Funkkontakt 6 Meilen vor der Küste. Da fast kein Wind war hat Ypake sie abgeschleppt (Übrigens eine argentinische Familie mit 1 Hund und 2 Kindern und einem Stahlboot - Eigenbau).Beide Schiffe haben Bermuda zur ungefähr gleichen Zeit wie wir verlassen.
Nach dem Ankommen war der erste Abend natürlich einer der besten. Wir sind mit bekannten rausgegangen, die auch kürzlich angekommen sind (SY Till (D), SY Sailody (NL), SY Ypake (AR).
Allen ging es gut vorweg. Wir haben frisches Gemüse und kaltes Bier bekommen, und konnten eine ganze Nacht am Stück schlafen ohne mitten drin aufzustehen. Es war herrlich.
Am 19. Tag (1800 sm) sind wir sicher auf den Azoren (Flores) gelandet. Uns und der Mamiti geht es gut. Als grösseren Verlust haben wir lediglich den elektrischen Autopilot zu vermelden. Hier ist das Bedienpannel ausgefallen. Wir brauchten dennoch nicht wirklich selbst Steuern, da die Windsteuerungsanlage (Windpilot Pacific) alles für uns gemacht hat.
Das Boot ist nass und wir haben nur einmal von weitem Wale gesehen. Das sind eher die schlechten Nachrichten - aber wiedermal vermutlich Klagen auf Hohem Niveau.
Wir haben uns gut verstanden und hatten eine richtig gute Zeit an Bord. Jetzt werden wir uns erstmal erholen, abfeiern und dann die anscheinend wunderschöne Insel exploren.
Vielen Dank für die Unterstützung von Kine, Familie, Deutschen Wetterdienst und allen anderen die an uns mal gedacht haben, oder eine SMS geschrieben haben.
Die Mamitis
12.05.2012 Azoren - Faial - Horta
Wir haben die 130 sm nach Faial zur benachbarten Insel geschafft. Es war wirklich im letzten Augenblick, denn danach hatten wir für 2 Tage in Folge Sturm. Selbst in der Marina ging der Wind bis fast 50 Knoten rauf.
Zuvor hatten wir allerdings noch ein paar sehr schöne Tage in Flores. Es hat zwar fast unaufhörlich geregnet, aber dennoch haben wir einen guten Eindruck von der Insel und Ihren Essgewohnheiten bekommen.
Nun sind wir in Faial, warten den Sturm und Regen ab und werden dann die Mamiti wieder auf Vordermann bringen und trocken legen. Gestern waren wir im Cafe Sport, dass wohl recht berühmt sein soll. In der Tat haben wir viele bekannte Gesichter von der Tour wiedergesehen.
So jetzt kochen wir erstmal was feines und erholen uns von dem stressingen Abend.
Lg
06.06.2012 Brest
Der Atlantik ist geschafft. Wir sind in Brest!
Glücklich im Hafen! Erstmal ein Anleger um 04:00 Morgens! Das beste Bier seit 2 Monaten!
Wir haben 12 Tage für 1200 sm (2200km) benötigt von den Azoren (Horta) nach Brest in Frankreich. 2 Tage davon sind sind wir entweder gedümpelt oder hatten Gegenwind. Kurz wir hatten sehr angenehme Tagesetmale.
Die Fahrt war mit gutem Wetter und wenig Sturm und Regen versehen. Danke! Wer auch immer dafür zuständig war, wir hatten mit viel schlimmeren gerechnet.
Die Fahrt war recht ereignislos und im Gegensatz zum Hinweg, wurde das Wetter nicht mit jedem Tag besser und wärmer. Ausserdem haben wir keinen einzigen Fisch gefangen.
Jetzt werden wir einige Tage in Brest verbringen und dann Richtung Kanalinseln aufbrechen, vermutlich mit einigen stops.
Hier sind noch einige Bilder von der Hafenmole in Horta (wens interessiert) :
http://www.mamiti.de/tim-rohnen/die-hafenmolen/index.php
Heimat wir kommen....
bis die Tage
die Mamitis
11.06.2012 Camaret Sur Mer
Wir sind in Brest, und Drumherum. Genauergesagt sind wir nun in Camart sur Mer.
Wir Exploren die Umgebung meistens zu Fuss, aber auch Gelegentlich mit einem Leihwagen. Wir geniessen das Wetter mässig, da wir immernoch das Gefühl haben, es könnte besser, schöner, wärmer sein. Insbesondere wenn wir die Strände sehen, die zwar immer wieder sehr einladend aussehen, aber das Wetter uns ein bischen schockt. Ich denke die nächste Gelegenheit werden wir dennoch nutzen und endlich wieder ins Wasser gehen (shame on us).
Wir schauen uns Dorffeste an, geniessen alte Städtchen, und gutes Essen. Endlich Europa könnte man meinen.
Als nächstes werden wir morgen, so Ebbe und Flut wollen, nach Gurnsey aufbrechen, oder zumindest eine der Kanalinseln.
liebe Grüsse von der Mamiti
der Tim
14.06.2012 Guernsey
Finally. Arrived in Guernsey.
Wir (Kine, Enn, Sebastian und der Tim) sind durch den "Chenal du Four" gefahren, zwischen dem Festland und den kleinen Inselchen. Da der Tidenhub hier über 8 m beträgt ist gibt es ordentliche Strömungen hier. Es wirkt selbst bei optimalen Wetterbedingung wirklich unruhig. Wir werden mit über 3 Knoten gegen Wind und Welle gedrückt.
Für die Fahrt nach Guernsey (es sind ca 150 sm) benötigen wir 30 h. Wir kommen rechtzeitig kurz vor dem Hochwasser an. In den Hafen kommt man nur rein, wenn man bei Hochwasser über die Spundwand kommt. Sie verhindert, dass bei Ebbe das ganze Wasser aus dem Hafen läuft und die Schiffe trocken fallen. In Nippzeiten (wenn die Flut nicht sonderlich hoch ist) kommt man unter Umständen weder rein noch raus aus dem Hafen.
Bei uns geht allerdings alles glatt. Es sind nur wenige Schiffe (Ca. 15) in der Wartezone, die natürlich alle zuerst und gleichzeitig in den Hafen wollen. Ein tolles spektakel, wenn man Zeit hat. Wir kommen genau rechtzeitig und haben sogar noch Zeit vor dem Fussballspiel.
Die Hafenstadt ist wirklich beschaulich und hat Geschichte. Die nächsten Tage werden wir uns ein bisschen umsehen. Der Erste Abend war jedoch schon vielversprechend. Netter Pub und Club, der auch in der Woche geöffnet hatte. Wir haben jedoch den Verlust einer Jacke zu beklagen. Mal sehen ob die hiesig hergestellten Pullover auch ihren Zweck erfüllen.
So jetzt mal rein in den Schlamassel.
lg von der Mamiti,
Enn, Kine, Sebastian und Tim
17.06.2012 Guernsey
OK, ein Fussballspiel schauen wir noch in Guernsey und fahren wir wirklich weiter. Nicht dass wir grosse Fussballfans wären, aber in den hiesigen Pubs, macht das schauen wirklich Spass. Man könnte sagen, dass Fussballspielen wirklich interaktiv
ist.
Wir sind also noch auf Guernsey und fahren ein wenig um die Insel und besuchen einige Museen. Es gibt hier viele Sammler, die vom 2. Weltkrieg eine Menge übrig behalten haben. Darunter auch eine Enigma. Die Insel wurde fünf Jahre lang von den Deutschen im 2 Weltkrieg besetzt. Innerhalb anderthalb Jahre sind überall Bunker entstanden. Darunter auch ein unterirdisches Hospital. Durchaus mal interessant.
Jetzt sitzen wir in einer Bar und bereiten uns auf die Weiterfahrt vor. Wir haben noch ein sportliches Programm vor uns, wenn wir rechtzeitig zur Party in Kiel sein wollen. Daher werden wir morgen Nachmittag, wenn die Tide hoch genug über der Spundwand steht, Guernsey - Richtung Englische Südküste verlassen (Brighton oder Newport oder so).
Viele Grüsse von hier auch
Die Mamitis
23.06.2012 Eastbourne
Wir sind von Gournsey nach Newhaven und von dort nach Eastbourne gefahren. Gelernt haben wir, dass Newhaven überraschend "anders" ist. Wir sind nur einen Tag geblieben. Von dort ins 12 sm entfernte Eastbourne.
Eastbourne hat eine sehr grosse moderne Marina, mit einer Schleuse davor, die scheinbar 24 h geöffnet hat. Wir sind in der Dämmerung angekommen.
Eastbourne ist mit dem Bus von der Marina gut zu erreichen. Die Stadt ist wirklich nett, mit einer alten Promenade.
Hier werden wir jetzt noch ein paar Tage bleiben, Fussball gucken und chillen und dann vermutlich direkt nach Holland übersetzten. Für uns interessante Häfen liegen ca. 230 sm von hier. Genau richtig als Überbrückung zwischen Viertelfinale und Halbfinale.
29.06.2012 Texel Oudeschild
Wir sind in Texel angekommen.
Leider mussten wir wieder viel Dieseln um hier anzukommen, da kein Wind für uns da war. Seit Guernsey haben wir mehr gedieselt als in dem gesamten letzten Jahr. Aber gut, ist wohl auch mal nötig.
Oudeschild auf Texel ist, direkt gegenüber von Den Helder, wo wir letztes Mal angehalten haben. Wir hätten schon letztes mal hierhin kommen sollen. Es gibt zwar recht viel Tourismus hier, aber dafür ist Texel echt nett.
Fahrradtour, Wind, Sandstrand, Windmühlen, Fussball (Mist!!!), Frikandel Spezial - wir fühlen uns so richtig in Holland und nahe der Heimat.
Morgen versuchen wir nach Terschelling zu gelangen, und von dort aus dann Richtung Heimat zu fahren. Nicht mehr lange und unsere Tour hört wieder dort auf wo sie angefangen hat.
Jetzt heisst es also noch einmal so richtig geniessen.
bis bald
01.07.2012 Terschelling
Wir hatten einen wunderbaren Segel Tag von Texel bis Terschelling. 8,5 h sehr abwechslungsreiches Segeln (50 sm). Die Strecke ist super bei SE Wind. Wir hatten 15-25 kn Wind und meistens, die Tiede auf unserer Seite (ausser beim Einlaufen). Alle Windrichtungen waren dabei und den grössten Teil achterlichen Wind. Also das hat echt spass gemacht. Wir sollten häufiger kurze Strecken segeln.
Das werden wir wohl nicht mehr so häufig machen, denn in schon einer Woche, wollen wir zu Hause in Kiel einlaufen, und wir benötigen mindestens noch 3 Tage Segelzeit für die Strecke.
Aber jetzt erst mal Terschelling.
lg von der Mamiti
La Palma ab 13.10.2011
Die Insel La Palma hat und so gut gefallen, dass wir etwas ausführlicher darüber berichten wollten. Ein Paar Bilder und Videos im Folgenden...
Der Rest unter Oktober11 zu finden...
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13minlapalma.wmv | [75 MB] |
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v_bordalltaguntermotor.wmv | [15 MB] |
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v_dolfins.wmv | [39 MB] |
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vor-madeira-von-madeira.wmv | [91 MB] |
































































































































































































































































































































































































